Sven

KEIN RAUM _ Kraftwerk © Debora Ruppert -23.jpg

Sven, 53 Jahre

 

"Es ist eine irrwitzige Situation. Der Slogan 'Bleib zu Hause', da fragt man sich natürlich, was ist das, ein Zuhause? Wenn man Morgens um 7.30 Uhr sein Gepäck in die Hand gedrückt bekommt und dann ist man den Straßen Berlins ausgeliefert. Mein Zuhause ist die letzten Tage immer der Grunewald gewesen, da hatte ich wenigstens meine Ruhe, denn in der Stadt, das sind Zustände wie bei George Orwell. Nur Polizeiautos und geschlossene Läden. Man hört die Wirtschaft bricht zusammen und das ist einfach beklemmend. Man bekommt das mit in den S-Bahnen, diese Angst, und das überträgt sich dann auch." 

Sven ist seit Juni 2018 obdachlos. "Wir haben in einer WG gewohnt und es wurde Eigenbedarf angemeldet." 

Er zeichnet Comics, seine Bilder hängen in der Notübernachtung am Containerbahnhof. Im Hintergrund sieht man das Bild mit dem Titel "Gruß an den Sonnenschein“.

 

Notübernachtung / Am Containerbahnhof

Berlin / Friedrichshain

April 2020 - 1. Lockdown der Covid-19 Krise

Wir haben in einer WG gewohnt ...
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